Musica juventutis: Das erste Mal auf der großen Bühne…

10.11.2008 | 18:35 | (Die Presse)

Seit exakt 25 Jahren fördert Musica Juventutis Talente.
„Ich persönlich halte Musica Juventutis für die wichtigste Organisation zur Förderung junger Talente im heimischen Konzertbetrieb.“ Die Pianistin Barbara Moser spricht mit dem Satz aus, was sich wohl der Großteil der rund 300 Musiker denkt, denen Musica Juventutis den ersten Schritt in ihrer Musikerkarriere ermöglicht hat: Seit 25 Jahren veranstaltet der Verein Zyklen, um junge Talente erstmals auf die Bühne des Wiener Konzerthauses zu bringen. Die Liste der geförderten Musiker ist lang: Sie reicht von Till Fellner und Julian Rachlin über Clemens Hagen und Angelika Kirchschlager bis hin zu heutigen Jazz-Größen wie Gerald Preinfalk und Wolfgang Muthspiel.

Einige Ausnahmemusiker der jüngsten Generation waren am Sonntag, exakt zum Jahrestag des ersten Musica-Juventutis-Abends, zu einem Jubiläumskonzert geladen. Begleitet von der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius Traunfellner brillierte der Tenor Daniel Johannsen in Benjamin Brittens Liedzyklus „Les Illuminations“. Überzeugend in seiner Musikalität wie in seiner Virtuosität präsentierten sich auch Christoph Traxler im 2. Beethoven-Klavierkonzert sowie Matthias Bartolomey in Peter Iljitsch Tschaikowskys „Variationen über eine Rokoko-Thema“. Der heimliche Höhepunkt des Abends war aber gleich der Anfang: Joseph Haydns „Sinfonia Concertante“, in der unter den vier Solisten der Violinist Johannes Dickbauer und die Oboistin Helene Kenyeri herausragten. Eine schallender Beweis, dass man sich um den Musikernachwuchs in Wien nicht sorgen muss. ku

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